Weil das Abendessen gestern am Strand so schön war, gibt es heute Frühstück am Strand. Wir packen den Bulli ein und halten auf dem Weg zum Meer an einem Bäcker. Mit Brötchen und Zimtschnecken bewaffnet bauen wir uns ein Lager. Als wir die letzten Krümel mit den Fingern vom Teller putzen, fängt der Regen an. Wir packen schnell zusammen. Als aufmerksame Wetter-App-Nutzer war uns das natürlich bewusst und deshalb steht heute ein Museum auf dem Plan.
Wir fahren wieder ein Stück zurück nach Esbjerg ins Fischerei- und Seefahrtsmuseum. Wir kommen genau pünktlich zur Robben- und Seehundfütterung. Vier zuckersüße Exemplare werden von der Pflegerin mit mundgerecht geschnittenem Fisch beworfen, während sie uns mehr zu den Tieren erzählt. Am Ende winkt uns eine der Kegelrobben zu. Wir sind verliebt. Und ich überlege, ob wir unser Bad komplett abdichten können. Das müsste doch reichen fürs erste.
Die nächste Station ist das Aquarium. Hier sehen wir alle Fische, Muscheln und Krebse aus Nordsee, Ostsee und Kategatt aus nächster Nähe. Das Highlight ist die Fischstreichelstation. Vom Rochen, über Knurrhahn und Scholle, keiner ist vor unseren Fingern sicher, nachdem wir einmal unsere Scheu überwunden haben. Selbst ein kleiner Hai bekommt eine kurze Rückenmassage. Dieser ist übrigens ganz rauh im Vergleich zu seinen Fischfreunden.
Nach den Tieren schauen wir uns Schifferboote an, lernen etwas über die verschiedenen Fangmethoden und probieren selbst ein paar Seemannsknoten zu knüpfen. Einen Bunker aus dem zweiten Weltkrieg gibt es auch noch anzusehen.
Als wir das Museum verlassen ist das Wetter nur wenig besser, aber zumindest halbwegs trocken. Die Wetter-App macht uns Mut, dass die Sonne sich noch zeigen wird. Wir fahren also weiter Richtung Norden zum Blåbjerg, der höchsten Düne Dänemarks. Der Blick ist ganz nett, aber nicht so spektakulär wie wir uns das vorgestellt hatten. Die Düne ist aber schön bewaldet und bietet ein paar Wanderwege und Mountainbikerouten. Wir spazieren ein bisschen herum und fahren dann zu unserem nächsten Domizil – Hvide Sand. Das liegt auf einem engen Landstück zwischen Nordsee und Ringkøping Fjord. Wir stellen den Bulli ab und laufen den Strand entlang Richtung Stadtzentrum. Im Under Broen gibt es Abendbrot. Ich nehme den Fang des Tages, Leng Fisch mit Buchweizen und Rote Beete. Sebastian nimmt Sternschnuppe. So heißt eine dänische Spezialität, einfach übersetzt könnte man auch sagen, Fisch satt. Genauer gesagt ist es eine Mischung aus Fisch gedämpft und gebraten, dazu Meeresfrüchte wie Shrimps und Lachskaviar, eine selbstgemachte Cocktailsauce und was sich sonst noch aus dem Meer so in der Küche finden lässt. Wir rollen nach Hause, sehr vorsichtig, denn auf dem Weg springen uns immer wieder kleine Frösche entgegen, die auf dem Weg zum Fjord sind.




Wir freuen uns so sehr, dass Ihr so schöne tierische Erlebnisse habt, sowohl lebend als auch aus dem Kochtopf. Vom Umbau des Bades in ein Robbenbecken würde ich aber Abstand nehmen. LG😚
Ist okay, Sebastian ist auch dagegen 😉