Ciao Mittelmeer! Unser erster Tag in Marina die Bibbona.

Der Regen hat zum Glück aufgehört. Wir frühstücken draußen mit ordentlich Biscotti und setzen uns dann in den Bus. Heute steht Meer auf dem Plan. Von Kultur haben wir erst einmal genug. Daher lassen wir Pisa links liegen. Das holen wir beim nächsten Italien-Urlaub nach. Wie cool, dass wir von der Straße aus trotzdem den schiefen Turm und den Dom sehen. Ein Touristenhighlight bequem im Vorbeifahren abgehakt. Bequemer geht’s nicht.

Bequemlichkeit und Ausruhen bleiben auch unsere Motti des Tages. Und es könnte keinen besseren Platz dafür geben als „Le Esperidi village“ in Marina die Bibbona. Wir sind begeistert. Der Campingplatz ist einsame Spitze, freundlicher Service, super Anlagen, sogar eine ISO-Zertifizierung. Aber das Highlight: Er liegt zwischen Strand und Pinienwald und unser Stellplatz könnte nicht schöner sein.

Außerdem stehen wir logistisch perfekt, denn unsere Nachbarn, die Münchner Michael und Daniela sind nicht nur wahnsinnig nett sondern wandelnde Lexika für den Toskana-Urlaub, vor allem für die Gegend rund um Marina die Bibbona. Hier kommen sie schon seit Jahren immer wieder her. Meist, wenn der Campingplatzbesitzer Mitte Mai seinen Geburtstag feiert, denn dann gibt es immer eine ordentliche italienische Party, wie sie uns berichten. Und außerdem gehören sie hier quasi zum Inventar und kennen von der Gemüsefrau bis zu den Gästen einfach jeden.

Nach den ersten 10 Minuten mit Michael und Daniela wissen wir, hier kann man ganz viele tolle Dinge unternehmen. Das reicht locker für mehrere Urlaube. Für heute reichen uns Meer und Pinienwald. Bevor wir zum Meer gehen, gibt es noch eine wichtige Aufgabe: den Bus ameisenfest machen – auch das haben wir natürlich von Michael und Daniela gelernt. Wir gehen also zum Markt auf dem Campingplatz und kaufen weißes Pulver, mit dem der Prinz Räder und Stromkabel einpudert. Dazu kaufen wir noch unser Abendbrot – frische Nudeln und Antipasti. Den Hauswein aus der näheren Umgebung gibt es hier aus großen Alubehältern für 2,50 Euro pro Liter. Und der ist gar nicht so schlecht, sagt der Prinz. Bella Italia!

Jetzt ist alles Wesentliche erledigt. Zeit, um endlich zum Wasser zu gehen. Das Meer ist wild. Der Strand ist ruhig. Hier ist kaum jemand außer uns. Mehr als 15 Leute sehen wir in den circa 2 Stunden, die wir hier verbringen, nicht. Wir laufen mit nackten Füßen durch das Wasser – ganz schön frisch – vorbei an einem Sterne-Restaurant, das wie ein Strandimbiss aussieht und an einer Unmenge von Treibholz, das von den Kindern und Jugendlichen zu Tippies und Hütten aufgebaut wird. Bis zum Ende der Saison ist der ganze Strand voll mit diesen skurrilen Behausungen, erfahren wir von Michael und Daniela.

An einer der Hütten breiten wir unsere Decke aus und der Prinz springt ins Wasser. Ich finde das sieht ganz schön kalt aus und gucke zu. Aber nicht lange, denn der Prinz hat so viel Spaß, dass ich mich überwinde. Der Bikini ist natürlich im Bus. Egal. Hier ist ja keiner. Ich springe hinterher. Whoa – das Mittelmeer ist richtig kräftig. Sog und Wellen werfen uns hin und her. Es macht riesig Spaß. Mir geht bald die Puste aus, dem Prinzen noch lange nicht. Er bleibt und kämpft weiter gegen die Wellen. Und als er irgendwann blaue Lippen hat, macht er weiter und kämpft mit dem Treibholz. Ein Spielplatz für männliche Abenteuer. Wir schlafen super in dieser Nacht. Übrigens ohne Mücken und Ameisen.

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