Auf der Stadtmauer von Lucca

Bei schönstem Sonnenschein essen wir Frühstück auf unserem Stellplatz und gucken ein letztes Mal auf Florenz. Ich bin stolz auf mich – ich war beim Bäcker, beim Obst- und Gemüsehändler und im Dorfsupermarkt und habe mich mit Händen und Füßen und ein paar Brocken italienisch durchgeschlagen und nicht nur alles bekommen, was ich wollte, sondern sogar noch ein Lob „brava“. So schmecken Panini und Biscotti gleich noch besser.

Wir brechen auf nach Lucca. Der Prinz sucht sich den längeren Weg über die Landstraßen aus. Keine gute Idee, wie wir später merken. Der Weg ist nämlich super langweilig. Wir kommen immer nur an den Industrieparks der kleinen Städte vorbei und grüne toskanische Hügel sind hier auch nicht zu finden. Egal, irgendwann kommen wir in Lucca an und stellen den Bus auf einem Stellplatz in der Nähe ab.

Lucca ist bekannt für seine breite und komplett erhaltene Stadtmauer. Das ist also auch unser erstes Ziel und tatsächlich spazieren wir bis zum Abend einmal komplett herum – denn die Stadtmauer hat noch lange nicht ausgedient. In Lucca ist sie Lebensraum. Liebespärchen, Sportler und Spaziergänger vertreiben sich hier die Zeit.

Einmal verlassen wir die Mauer, um uns die Altstadt anzusehen. Zuerst besteigen wir mal wieder einen Turm, um uns Überblick zu verschaffen. Der Torre die Guinigi hat oben auf seiner Spitze mehrere Bäume und wirkt daher ein bisschen wie ein mittelalterliches Penthouse mit Dachterrasse. Unten in der Stadt genießen wir die schöne Atmosphäre der Stadt. Hier wirkt alles weniger touristisch, selbst das ehemalige Amphitheater, das heute Marktplatz ist, ist schön unaufgeregt. Wir kommen ein wenig in Shoppinglaune. Der Prinz kauft sich ein paar neue Schuhe, ich mir eine etwas längere, weniger pinkfarbene Campinghose und außerdem kaufen wir unser Abendessen und Biscotti, Biscotti, Biscotti – von denen bekommen wir nämlich nicht mehr genug. Ich wusste bisher nicht, wie gut die Italiener Kekse können. Außer Cantuccini und Amaretti kannte ich nichts. Es wird Zeit aufzuholen.

Am Abend gibt es ein heftiges Gewitter. Das Abendessen schaffen wir noch knapp davor. Aber der Prinz muss mit Unterhose raus in den Regen, das Stromkabel einholen – sonst regnet es nämlich rein. Ich habe jedenfalls Spaß!

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3 thoughts on “Auf der Stadtmauer von Lucca

  • Hallo, mit Händen und Füßen sich zu verständigen, hast Du ja schon bei Deinem ersten Toskanabesuch Mitte der neunziger zusammen mit mir praktiziert. Erinnerst Du Dich an unsere Frühstücksbestellungen: Pane, burro e mamelata?
    Auf dem bewachsenen Turm in Lucca waren wir auch schon. Eben „Bella Italia“!

  • Hallo, mit Händen und Füßen sich zu verständigen, hast Du ja schon bei Deinem ersten Toskanabesuch Mitte der neunziger zusammen mit mir praktiziert. Erinnerst Du Dich an unsere Frühstücksbestellungen: Pane, burro e mamelata?
    Auf dem bewachsenen Turm in Lucca waren wir auch schon. Eben „Bella Italia“! Liebe Grüße

  • Klar, kann ich mich daran erinnern, bei dem rothaarigen Kellner 🙂
    An Lucca konntr ich mich nicht mehr erinnern. Bilder kommen übrigens noch.

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