Gegen 12 Uhr schaffen wir es von unserem neuen Lieblings-Campingplatz loszukommen, nach einem ausgiebigen Frühstück und ausführlicher Verabschiedung von Susi, Frederick, Michael und Daniela.
Unser erstes Tagesziel: Volterra. Der Weg dorthin führt endlich über die grünen Hügel der Toskana, die wir schon so lange gesucht haben. Wir schlängeln uns hoch und runter zwischen Weinbergen, Zypressen, Pinien, Olivenhainen bis wir schließlich Volterra erblicken. Es thront majestätisch auf einem Hügel und ist schon von Weitem sichtbar.
Wir stellen das Auto ab und laufen auf dem Weg zur Stadtmauer am römischen Amphitheater vorbei. Nach der Stadtmauer suchen wir uns direkt einen Platz in der im Reiseführer beschriebenen Pizzeria. Die Pizza ist allerdings nicht erwähnenswert, aber der riesige Ofen mit Holzfeuer und vor allem die Unterarme der Pizzeriafrau sind beeindruckend. Popeye wäre neidisch gewesen. Wir laufen zum Stadtzentrum, der Piazza dei Priori. Hier erwartet uns eine Überraschung. Auf der ganzen Piazza stehen wunderschöne Oldtimer. Anscheinend sind wir pünktlich zur Anmeldung der Oldtimer Rallye – Rievocazione Storico Saline Volterra – angekommen. Perfektes Timing. Besonders schön, die alten Fiat 500 Abarth neben den neuen. Nach dem wir uns an den alten Schmuckstücken satt gesehen haben, laufen wir zum Dom, genießen die tollen Ausblicke von den punto panoramico und laufen hoch und runter, bis die Waden glühen. Als letztes spazieren wir durch den Parco Archeologico und wieder zurück durch die Stadtmauer zu unserem geduldig wartenden Bus.
Unser zweites Ziel an diesem Tag: San Gimignano. Die bekannten Geschlechtertürme sind das Aushängeschild dieser kleinen Stadt, die nur noch für Touristen zu existieren scheint. Wir stellen den Bus auf einem Stellplatz in der Nähe ab und strapazieren die Waden wieder beim hochkraxeln bis zur Stadtmauer. Hinter der Stadtmauer erwartet uns ein Touriladen am anderen. Wir essen schlechte Cantuccini in einer Bäckerei und gehen dann zur Piazza della Cisterna, denn hier soll es eines der besten Eislokale der Welt geben, sagt Susi unsere Bekanntschaft aus Bibbona. Wir nehmen jeder zwei Kugeln, die wirklich sehr lecker sind und sehen bei der Fotosession einer italienischen Hochzeit zu. Anscheinend gibt es hier doch noch echte Italiener. Schön. Wir spazieren weiter durch die Stadt auf der Suche nach Alimentari für unser Abendessen. Kurz vor der Stadtmauer, in der letzten tourifreien Ecke werden wir fündig. In einer tollen Macelleria kaufen wir Prosciutto, Salame und Bresaola satt. Auf dem Weg zum Bus holen wir noch Gemüse im Coop und genießen die italienische Brotzeit auf einer Parkbank bei untergehender Sonne. Basta.













