Sonne und Sand satt

Heute ist Aktivurlaub angesagt. Schon nach dem Frühstück gibt es eine kleine Yoga- und Liegestützsession. Wir machen Sonnengrüße auf dem Rasen vorm Bulli. 

Dann geht es zum Strand von Rømø – mit dem Bulli natürlich. Wir fahren direkt auf den kilometerbreiten Sandstreifen, denn das macht Spaß und außerdem macht man das hier so. Das tolle Septemberwetter spült alle Resturlauber ans Meer. Jeder hat hier Stühle dabei, manche sogar ganze Festungen aus Windschützern und Strandmuscheln. Bevor wir uns häuslich niederlassen, laufen wir erst mal zum Meer. Das Heldenthermometer zeigt 23 Grad Luft- und 18 Grad Wassertemperatur. Wir stürzen uns wagemutig in die Fluten. Es ist herrlich! Nach dem Planschen setzen wir uns die Pudelmützen auf, das hat der Prinz so bei den Kitesurfern gesehen. Sieht lustig aus, funktioniert aber. Wir setzen uns zwischen die Strandfestungen und braten eine Weile in der Septembersonne. Dann kommt die nächste Aktivsession. Wir spielen Ball, der Prinz klettert auf das Bullidach, was unser Festungsnachbar zum Erstaunen seiner Mitbewohner gleich nachmacht. Danach macht der Prinz noch einen kerzengeraden Handstand, den macht der Nachbar nicht nach, aber die vorbeifahrenden Autos applaudieren. Da wir keinen Sammelhut dabei haben, beschließen wir zu gehen. Es wird sowieso Zeit für eine Stärkung. 

Dazu fahren wir in den ältesten Ort Dänemarks – nach Ribe. An einem lauschigen Kanal liegt das Sælhunden. Hier essen wir das erste Mal Frokost. Natürlich mit ordentlich Fisch – gedämpft, gebraten mit Shrimps in Cocktailsauce und Lachskaviar – sehr lecker. Jetzt haben wir wieder Kraft für einen Spaziergang durch die wahnsinnig süße kleine Altstadt. Dazu gibt es echtes dänisches Eis – mit selbstgemachten Waffeln, Eiskugeln, Softeis und Streuseln. Wir hätten auch noch Marshmellows, Schokolade und einen Negerkuss dazu haben können. Aber wir trauen der Statik des Eiskonstruktes nicht ganz und überhaupt sind wir ja eigentlich noch ganz schön satt. 

Nun wird es Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen. Über Umwege gelangen wir zum 3-Sterne-Campingplatz in Ribe. Denn hier gibt es Duschen. Und die haben wir auch dringend nötig, denn überall ist Salz und Sand. Einen Pool gibt es auch, aber der macht 18 Uhr schon zu, wie wir feststellen, als wir freudestrahlend Mut Bikini und Badehose in den Händen vor dem verschlossenen Tor stehen. Na gut, dann eben noch ein Fußballmatch. Der Prinz ist natürlich besser. Aber paar Tore kriege ich auch durch Zufall rein und zwei seiner Angriffe pariere ich mit Brust und Kopf. Nach dem Abendessen habe ich dann die Nase vorn, um 4 Punkte zumindest, beim Würfelscrabble. Diese Revanche war lange überfällig.

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