Wir sagen Adeus Porto und nehmen aufgeregt den Morgenzug nach Lissabon. Wir können noch einmal rüber blicken zur Ponte Luis I. und entscheiden, dass wir zumindest für die Portweintour wiederkommen werden. Die Zugfahrt ist unspektatulaer. Wir schmökern im Reiseführer und bei Tripadvisor. Im Spiegelartikel haben wir gelesen, dass man einen herrlichen Blick über Lissabon und einen guten Espresso vom Castello aus geniessen könne. Wir werden noch daran denken.
Das Hotel ist etwas abseits des Zentrums. Nach einem hervorragenden Cookie zur Begrüßung im Hotel laufen wir durch die Prachtstrasse hinab in die Stadt. Ja…man spürt Hauptstadtfeeling. Es gibt teure Boutiquen, die Strassen sind breit und voll, Touristen wohin man schaut. Alles wirkt Größer und hektischer als in Porto. Dann also Besteigung des Castellos zum Sonnenuntergang. Wir zahlen 8 Euro pro Person für einen herrlichen Blick über ganz Lissabon, finden aber kein Schloss, nicht mal eine Burg. Die Mauern sind imposant, aber wo ist der Espresso? Das Café hat geschlossen. Schade.
Nach dem Abstieg machen wir einen sehr ausgiebigen Spaziergang durch den Stadtteil Alfama. Wir laufen TipTop (Pisspott) Schritte, weil wir noch 45 min bis zur Ladenöffnung des „Barracão de Alfama“ überstehen müssen. Hier isst eben keiner vor 19.30 Uhr zu Abend. Es lohnt sich. Wir essen Bacalhau (Kabeljau importiert aus Norwegen) Bällchen und Schinken als Vorspeise. Der Green Wine ist erfrischend und passt bestens. Als Hauptgang dann Bacalhau gegrillt mit einem Kilo Knobi und Massa mit Schrimps und Fisch. Die Kompottkammer füllen wir mit Zitronenkuchen. Muito bem! Wir rollen nach Hause.


