Ja, mei! In München ist die Welt noch in Ordnung.

Die Klischees stimmen: Tatsächlich laufen die Menschen in München auch außerhalb des Oktoberfests in Lederhosen durch die Gegend – i hoabs net glaubn wolln! Sie mögen es traditionell – sie lieben ihre Autos schnell und luxuriös, ihre Frauen herausgeputzt und hochgestutzt. Bier gibt es jederzeit und überall und zur Not wird es im Brunnen gekühlt. Alles ist hier sauber und ordentlich, kein Haus, das nicht schick ist, kein Tunnel, der nicht so blitzeblank ist wie unser Badezimmer nach Frau Kübarts Einsatz. Und, wie der Prinz noch bemerkt, das „Hans im Glück“ heißt hier noch „Hans im Glück“ und nicht „Peter Pane“ – hier ist die Welt eben noch in Ordnung oder wie der Münchner sagen würde „des poasst scho“.

Bevor es zur kurzen Reisebeschreibung geht, noch eine Anmerkung: Lieber Stellplatzführer, hättet ihr nicht schreiben können, dass ab 9 Uhr morgens schon die Touribusse heran in die Allianzarena gekarrt werden. Dann hätte ich nicht die armen Ausländer verschreckt und sie würden zuhause keine Horrorgeschichten von Deutschland erzählen. Dann hätte ich mir nämlich zum Zähneputzen vielleicht einfach eine Jeans angezogen, anstelle der viel zu kurzen knall-pinkfarbene Schlafanzuge Hose, den neon-pinkfarbenen Crocs und dem aubergine-pinkfarbenen Hoodie. Ich hätte mich ja vor mir selbst gefürchtet.

Nachdem ich mich genug geschämt und die Pyjamahose gegen eine Jeans getauscht habe, fahren wir zum Isartor, um von dort aus die Stadt zu erkunden. Unser erstes Ziel – ein Weißwurstfrühstück. Zufälligerweise laufen wir genau als das berühmte Glockenspiel am Rathaus läuft über den Rathausplatz und bleiben ein wenig – sehr schön. Auf dem Weg zum Dom ist unser Frühstücksdomizil – das Nürnberger Bratwurst Glöckl, wo es laut Aussage von Sebastians Kunden die besten Würste der Stadt gibt. Das können wir noch nicht einschätzen, aber die Weißwürste sind auf jeden Fall super! Frisch gestärkt geht es zum beeindruckenden Dom, von dort aus zurück zur St. Peter Kirche und 330 Stufen hinauf auf den Turm, dann zum Viktualienmarkt, danach vorbei an der Staatskanzlei Richtung englischer Garten, wo wir einer Weile den coolen Surfern an der Eisbachwelle zuschauen. Dann geht es zurück Richtung Isartor vorbei am Maximilianium und noch einmal über den Viktualienmarkt. Der ist mein Highlight bei unserem kurzen Münchenbesuch. Eine riesige Auswahl allerbester Lebensmittel. Wir decken uns mit Brot, Schinken und Tomaten (geriffelt in grün und rot) für das Abendbrot ein und nehmen zwei Pfefferbeißer auf die Hand.

Trotz und wegen der Klischees, München ist wirklich eine sehenswerte Stadt und wir kommen auf jeden Fall wieder. Aber für heute zieht es uns in die Natur. Wir fahren zu Lieblingsurlaubsort vom Prinzen – nach Mayrhofen und genießen unsere Münchner Brotzeit umringt vom Alpenpanorama.

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One thought on “Ja, mei! In München ist die Welt noch in Ordnung.

  • Hallo, Ihr zwei, das klingt alles toll. Aber das schöne BMW-Museum habt Ihr leider ausgelassen. Naja, vielleicht ist es beim nächsten Besuch dabei.

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