Gegen halb 8 Uhr beginnt unser Tag in Mayrhofen, denn noch sind unsere Uhren, vor allem meine, auf Arbeit eingestellt. Es ist bitterkalt. Das Tal liegt im Schatten und ich sitze beim Frühstück mit Pullover, Fleecejacke, Regenjacke, Decke und einer Pudelmütze. Als wir mit dem Frühstück fertig sind, kämpft sich die Sonne über die Bergspitzen – innerhalb von Minuten wird es 15 Grad wärmer. Der Prinz und ich pellen uns aus unseren Schichten und schauen den Paraglidern zu. Ein toller Morgen!
Dann kommt die Arbeit 😉 – abwaschen und shoppen bei MPreis. Wir kaufen unter anderem einen Safrankäse – lecker, stinkt aber wie die Hölle. Als der Prinz ihn das erste Mal auspackt, denke ich, dass gerade eine Herde Kühe auf dem Campingplatz herumgeführt wird. Wir versuchen es mit allen möglichen Abschottungspraktiken. Keine Chance, der Stinker hat unser Schneckenhaus in den nächsten 2 Tagen fest im Griff.
Nachdem wir lange genug in der Sonne gelegen und Käse gegessen haben, fahren wir eine abenteuerliche Straße hinauf zum Stilluptal. Hier machen wir einen langen Spaziergang, vorbei am Staudamm bis zum Stilluphaus. Die Landschaft ist atemberaubend und das Wetter großartig. Im T-Shirt laufen wir vorbei an Eismassen. Links und rechts stürzen Wasserfälle in die Tiefe oder kreuzen rauschende Bäche unseren Weg. Die Schneeschmelze ist in vollem Gange. Ein tolles Naturschauspiel.
Nach unseren 14 km Spaziergang freuen wir uns riesig auf den Kaiserschmarrn vom Campingplatz. Ha, von wegen! Die Nebensaison hat Mayrhofen fest im Griff. Weder das Campingplatz Restaurant, noch das Forellenstüberl, noch die Pizzeria haben geöffnet. Wir nehmen das erstbeste Restaurant, bei dem das Licht an ist, zum Glück ist das sehr anständig und hat auch, und das ist das Wichtigste – einen brutal goaden Kaiserschmarrn.
Ansonsten war es ein Tag der Tiere: zuerst begrüßte uns das Campingplatz-Kaninchen mit grauem Samtfell und Doppelkinn, dann sehen wir eine Berggemse die Berge hochflitzen und ein paar Minuten später laufen wir an einer Gruppe rehartiger Tiere vorbei (Kennzeichen: zwei weiße Streifen auf dem Hintern – für biologische Unterstützung an dieser Stelle, sind wir sehr dankbar) und am Abend müssen wir Slalom laufen um nicht einen der Maikäfer mit unseren kaiserschmarrngefüllten Körpern platt zu walzen.
Hübsch hier im Zillertal.




Wie die Tiere heißen, weiß ich leider auch nicht und Mr. Google wollte mir dabei auch nicht helfen. Viel Spaß weiterhin!!!
Hallo, Ihr zwei ! Verfolge gespannt Euere schöne Reise.Tolle Berichte und schöne Bilder. Das sind sicher normale Rehe mit dem sogenannten Spiegel.
Hallo Opa, vielen Dank! Du weißt eben bescheid.