Wir setzen unseren Weg in den Norden fort. Dazu fahren wir mit der Fähre nach Agger. Der Seemann mit Pfeife im Mundwinkel spielt Autotetris mit uns und manövriert uns vorbei an dem großen Wohnmobil in eine perfekt passende Nische zwischen Motorrädern und einem dicken LKW.
In Agger fängt das Surferparadies Dänemarks an. Der Küstenabschnitt bis nach Hanstholm wird Cold Hawaii genannt. Hihi, denken wir. Aber die meinen das wirklich ernst. Unseren ersten Abstecher an den Strand machen wir in Nørre Vorupør. Wir klettern über die Düne – und tatsächlich hier trägt fast jeder Neopren. Wir setzen uns in den Sand und beobachten Wellenreiter, Kitesurfer und Windsurfer. Während die Wellenreiter die meiste Zeit in Seehundlage auf dem Bord herumlungern und den Horizont nach der nächsten guten Welle absuchen, geht es bei den anderen Wassersportlern richtig ab. Ich entscheide, Wellenreiten ist nichts für mich, denn dazu braucht man ganz schön Geduld. Aber für heute lassen wir uns von den lässigen Surfern inspirieren und machen ganz auf Chilli Willy. So fahren wir direkt zum nächsten Strand nach Klitmøller und schauen wieder den Surfern zu. Hier finden alljährlich internationale Wettbewerbe statt. Außerdem wohnen hier, der dänische Meister der Junioren im Windsurfen, die dänische Meisterin und ein Weltmeister. Und zu Weihnachten kommt hier der Weihnachtsmann inklusive seiner Helferelfen natürlich auf Surfbrettern übers Meer. Mehr Surferparadies bei unter 20 Grad Wassertemperatur geht nicht.
Direkt am Strand ist eine Røgerie. Wir kaufen geräucherte Makrele, Hecht und Shrimps. Zum Abendbrot gibt es diese dann wieder mit Kartoffeln und Quark auf dem sehr schönen Campingplatz von Klitmøller. Ach, ist das ein schöner ruhiger Tag. Vielleicht ist das mit dem Wellenreiten ja doch nicht so übel.




Surfen ist bestimmt klasse, oder zumindest stand up paddle!