In den Göteburger Schären

Schweden 2018 · Teil 5

Es geht weiter zum nächsten Campingplatz. Stocken liegt direkt auf einer Schäreninsel an der Westküste. Bisher war die Landschaft schön, aber der deutschen Ostseeküste recht ähnlich. Die Schären sind da schon etwas ganz anderes. Die vielen Inseln und Inselchen und Inseleinchen aus Felsen, die hier verstreut in der Ostsee liegen, sehen aus wie die Streusel auf einem riesigen Pflaumenkuchen. Es ist spektakulär und wunderschön. Wir legen die Füße hoch und gehen Baden. Einfach sein – nennt das unsere Campingnachbarin. Mehr braucht man hier auch nicht.

Auch am nächsten Tag bleiben wir dieser Devise treu. Unser Tagesausflug führt uns einmal durch den kleinen Ort. Beim lokalen Fischer, dessen Laden eine verrückte Mischung aus einfacher Fischerhütte und Feinkostgeschäft ist, kaufen wir frische Krabben und ein Shrimpssandwich. Wir essen direkt an der Marina zwischen den Segelbooten. Es ist Luxus. Dieser Ort, die frischen Meeresfrüchte und dazu noch das Côte d’Azur Wetter. Besser geht es nicht. Der Nachmittag besteht aus Eis und Baden. Die kleine Prinzessin bekommt nicht genug von unserem traumhaften Campingplatz und weigert sich standhaft die Augen zu zumachen. Erst um 11 Uhr, übermannt sie der Schlaf, fast hätten wir zuerst aufgegeben.

Am nächsten Morgen reisen wir ab, aber nicht ohne die wunderschöne Schärenlandschaft nochmal so richtig aufzusaugen. Wir fahren an der Küste entlang über drei Fähren, unzählige Brücken und vorbei an mit Segelbooten gespickten Marinas, eine schöner als die andere, zum Badeort Lysekil. Das Meer ist ein blauer Glitzerteppich, unterbrochen nur von weißen Segelbooten und hier, zur Abwechslung, roten Felsen. Die Altstadt und die Kirche sind süß. Und unser Dagens Lunch aus Fisch, Kartoffelbrei und Salat lecker. Ok, jetzt bin ich bereit für das nächste landschaftliche Highlight.

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