Draußen

43 Minuten nach Zielabfahrtszeit rollen wir von der Auffahrt. Also genau 7:43 Uhr. Der Prinz ist gar nicht so unzufrieden mit uns. Und Jette und ich sowieso nicht, denn ab jetzt ist Hektik out und Trödeln in. Vanlife eben.

9 Stunden brauchen wir von Tür zu Tür. Wir schlagen uns nicht schlecht – mit zwei Stopps beim Restaurant mit der goldenen Möwe* und zwischen 6 und 10 „Was ist was“-Hörbüchern. Jetzt kennen wir uns aus in der Welt der Insekten, des Fußballs und der Höhlen. Gerade die Folge mit den Insekten ist eine gute Vorbereitung auf unser Campingabenteuer. So stärkt es Verständnis für die kleinen Krabbelbiester mit denen man sich als Camper in friedlicher Ko-Existenz üben muss, denn ein Sieg ist aussichtslos.

Unsere erste Station ist Camping Hell im Zillertal. Ich hatte mir beim ersten Besuch hier vorgestellt, wir würden zwischen lauter stark-tätowierten Death-Metal-Anhängern logieren und schon beim Frühstück zum Headbanging gezwungen werden. Aber das ist nicht so. „Hell“ ist der schnöde Familienname der Betreiber. Und tatsächlich handelt es sich um einen Luxuscampingplatz der Extraklasse – mit Innen- und Außenpool, Designereinrichtung und Bädern auf Fünf-Sterne-Niveau. Ein guter Einstieg also für unsere Reise.

Wir treffen uns hier mit Ruth und Matze. Und das ist schön. Denn der erste Teil unserer kleinen Campingfestung ist schon da und funktionsbereit und überhaupt ist es schön, die beiden mal wieder länger als 2 Stunden zu sehen. Wir haben bestes Willkommenswetter – 25 Grad Sonne satt.

Ab jetzt verbringen wir die ganze Zeit draußen. Außer wenn es regnet gibt es keinen Grund drinnen zu sein. Weite, Luft und Licht. Das liebe ich beim Campen. Wir reden, lesen, spielen, kochen, essen und machen Yoga draußen. Dafür ist das Campen erfunden worden.

Und auch bei Regen wird es manchmal ganz gemütlich …

*diese Bezeichnung für McDonalds habe ich kürzlich gelernt und habe mich sehr darüber amüsiert

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